ÜBER MICH

Seit ich zwei Jahre alt bin, stehe ich auf den Skiern. Anfänglich in der Skischule Flumserberg. Mit 5 Jahren war ich zu jung und zu klein um in der Skischule weiter aufzusteigen. Nach einem Jahr "frei skifahren" und dem guten Start in der Primarschule durfte ich in den Skiclub. Aber in welchen? Von zu Hause ins für mich unbekannte Hoch-Ybrig? Nein. Meine Eltern ermöglichten mir in der Vertrauten Umgebung, dem Flumserberg zu bleiben und dem Skiclub Flums beizutreten. Ein Jahr in der Fun-Gruppe, um sich langsam an den Rennsport heranzutasten, genügten. Nach anfänglich doch positiven Resultaten, stieg ich mit grosser Erwartung in die Racegruppe auf. Das Training wurde intensiviert und das Material wurde ebenfalls angepasst. Dem Saisonziel Podestplatz zweimal nur knapp entrunnen, war die Entäuschung doch gross. Im darauffolgenden Jahr (der ältere Jahrgang in der Kategorie) unternahm ich im Sommer erstmals eine Art Vorbereitung um endlich einmal auf dem Podest zu stehen. Gleich am ersten Renntag der Saison konnte ich meine guten Trainingsleistungen umsetzen und gewann beide Rennen. Es folgten noch weitere Podestplätze und Siege. Insgesamt stand ich von 20 Rennen 14x auf dem Podest, 6x zuoberst und zudem konnte ich mich in Airolo für den Migrosfinal qualifizieren. Der Final auf der Beltrametti-Piste (Lenzerheid) lief dann gar nicht nach Wunsch. So wurde ich im Riesenslalom nach ziemlich verhaltener Fahrt im 16.Rang klassiert und am Sonntag beim Cross-Rennen fuhr ich auf tutti, top oder flop. Leider war ich flop unterwegs.

Aufgrund dieser Leistungen und den technischen Fortschritten wurde ich in den Regionalverband selektioniert. Als einziger Junge im Jahrgang 97 war ich fortan ziemlich gefordert. Doch das harte und fast tägliche Training sollten sich schon bald bezahlt machen. Jedenfalls verliefen die Gletschertrainings ziemlich befriedigend und das neue Material passt perfekt.

Das zweite Jahr im SSW durfte ich im Leistungskader absolvieren. Die gewünschten Kriterien konnte ich erfüllen. Das heisst für die kommende Vorbereitung mehr Gletschertraining und natürlich mehr Konditraining. Neu ist für mich der Montagabend, wo wir in Filzbach unter Gregor Hagmann trainiert werden. Die Ziele sind definiert und ich arbeite fleissig daran. Die Saison 09/10 verlief nicht ganz nach meinen Erwartungen. Die Ziele konnte ich nur teilweise erreichen. Jedenfalls die nicht, die ich mir steckte. Heute weiss ich, dass mich die Saison einen grossen Schritt nach vorne brachte. Ich blieb verletzungsfrei geblieben und konnte alle Trainings absolvieren. Die Rennen wählten wir bewusst an verschiedenen Orten und Disziplinen.

Die Beförderung ins Top-Kader und das Besuchen der Sportschule erachte ich als Lohn meiner fleissigen Arbeit. 

Seit dem 16.August 2010 besuche ich in Netstal die Sportschule. Ein weiteres Kapitel ist geschrieben. In der Sportschule fühle ich mich sehr wohl. Die Klassenkameraden pflegen ein sehr gutes Verhältniss und spornen einander an. Für die Saison 2010/11 war ich gut vorbereitet und sehr gespannt natürlich. Ziele habe ich mir eigentlich keine gesetzt, wollte aber in jedem Rennen vollgas geben. Bei allen nationalen Rennen durfte ich starten, d.h. ich konnte mich selber qualifizieren. Mit dem 20. Slalomrang auf der Klewenalp gelang mir das beste Saisonergebniss. In der Ochsner-Sport-Wertung bin ich in meinem Jahrgang auf Platz 13 zu finden.

Saison 11/12 und 12/13 war der 97er Jahrgang beide Male der Älteste. Dies auf Grund einer Umstrukturierung, dass erst im 16. Lebensjahr zur FIS gewechselt wird. Die starke Konkurrenz im Osten, wie auch im ganzen Land liess meine sportlichen Träume platzen. Jedoch mit zwei 8. Plätzen an nationalen Rennen darf und kann ich auch zufrieden sein. 

Nachdem ich im Frühling 2013 zu den Junioren gewechselt habe und ein neues Umfeld teilweise vorfinde, erlebe ich das Gleiche im August. Denn nach den Sommerferien werde ich in Chur/Passugg an der SSTH das Sportler-KV absolvieren.Die Saison 2013/14 verlief zufriedenstellend. Abgesehen von einem absoluten Hänger im Februar, erzielte ich durchwegs gute Resultate. Im Frühling 2014 kurz vor Abschluss des 1. Ausbildungsjahres, wurde ich in das Nationale Leistungszentrum OST selektioniert. Damit konnte ich mein Saisonziel erreichen.

Meine Praktikumsstelle für das 2. und 3. Ausbildungsjahr fand ich bei der GENERALI Versicherungen in Rapperswil/Jona. Es ist ein absoluter Traumjob und meine Arbeitskollegen und Vorgestzten sind genial. Das hätte ich nicht besser treffen können. Vielen Dank Herr Kälin und Frau Seiler.

Nachdem ich das letzte Ausbildungsjahr in Passugg absolvierte. standen die LAP an. Meine Ausbildung zum Kauffmann schloss ich mit der guten Note 5.1 ab.

Sportlich gesehen gab es einen Rückschlag, denn ich wurde nicht mehr für das NLZ selekionert. Nun nehme ich noch einmal einen Anlauf im Regionalverband und bin mir sicher mit Maite Nadig einen gewaltigen Schritt weiterzukommen. Dieses Jahr werde ich mich nur auf das Skifahren konzentrieren und keiner Arbeit nachgehen.